Maren in Mexiko

Donnerstag, Oktober 27, 2005

Wilma - Entwarnung

Hallo Ihr Lieben,

hier kommt sie nun, die endgültige Wilma-Entwarnung. Denn Freya, Kurt & ich konnten am Dienstag einen Bus nach Carillo Puerto erwischen (also nach Südosten) und dann von dort aus einen Bus nach Norden und sind nun seitdem zurück in Akumal. Seit gestern haben wir auch schon wieder Strom und auch ab und zu mal wieder Internet.

Das Zurückkommen hierher war bei weitem, bei weitem nicht so schlimm wie wir alle befürchtet haben. Es hat Nord-Akumal viel schlimmer erwischt als uns, hier sind nur ein paar einzelne Häuser ziemlich verwüstet. Sehr komisch, so als hätte sicht der Sturm speziell seine Ziele ausgesucht.
Das Büro ist ok, stand nur ein bisschen unter Wasser, alle Computer sind noch heile (!). Wir haben gestern den Tag über hier sauber gemacht & jetzt riecht's zwar etwas nach Chlor, aber sieht sonst schon wieder ganz normal aus. Unsere Zimmer haben auch unter Wasser gestanden, aber nicht soviel wie wir befürchtet haben und inzwischen ist auch schon wieder alles sauber & trocknet vor sich hin.
Wir haben seit gestern sogar wieder Wasser in unserem Badezimmer, aber leider noch nicht wieder in der Küche & in den Duschen.
Ins Meer können wir eine Weile nicht, weil das ganze Dreckwasser immer noch dorthin abfließt und es dadurch extrem schmutzig & stinkig ist.
Der Strand ist ziemlich verwüstet & ganz viel Sand ist weggewaschen worden. Die Blätter, die noch an den Bäumen sind (an den Bäumen, die noch stehen) sind total zerschreddert... das sieht ganz merkwürdig traurig aus. Viele von den Palmen sind umgekippt. Von ein paar Strandbars und Restaurants sind die Terassen total weggewaschen worden, komischerweise sind die Palmendächer (Palapas) von den Häusern fast alle mehr oder weniger ok... nach Hurricane Emily waren sie alle völlig zerstört.
Im Moment sind wir noch hauptsächlich mit Aufräumen und Saubermachen beschäftigt, aber ich denke in ein paar Tagen, wird das Leben wieder langsam in normalen Bahnen verlaufen.

Ja, soviel dazu. Es war auf jeden Fall ein Abenteuer. Das glimpflicher ausgegangen ist, als wir befürchtet hatten.
Ich pack Euch mal noch schnell ein paar Fotos dazu.
Die ersten beiden sind noch mitten in Wilma, vor unserem Hostel in Valladolid.

(Ok, ich geb's zu.... das hier ist gestellt *g* Aber es war sehr stürmisch!)

Die nächsten sind vom Zurückkommen am Dienstag:


Dieser kleine Kerl hier (ist ein Coati - ein Nasenbär & ungefähr so groß wie eine Hand) wurde in der Turtle Bay Bakery nebenan angeschwemmt. Ihm fehlen ein paar Haare und seine Mama & er steht noch ziemlich unter Schock, aber ich schätze, er wird hier adoptiert und bald vollwertiges Familienmitglied werden.
So schlimm siehts im Endeffekt alles gar nicht aus. Und es gab keine wirklichen Unglücke... wir sind also mit einem blauen Auge davon gekommen.
Danke an alle, die sich Sorgen gemacht haben zuhause. Ich hoffe, ich habe Euch nicht um den Schlaf gebracht. Aber es hat gut getan zu wissen, dass jemand an mich denkt in den letzten Tagen.

Ich schicke Euch eine Umarmung übers große blaue Meer.
Alles Liebe,
Eure Maren

Sonntag, Oktober 23, 2005

Wilma Teil 4

Ohhh... Internet! Schnell nutzen, bevors wieder weg ist.
Ich lebe immer noch & ich hoffe, Ihr habt Euch nicht zuviel Sorgen gemacht. Der Hurricane hat ewig lange gedauert und wir haben 4 Tage ohne Wasser, Strom & Kommunikationsmöglichkeiten in Valladolid festgessen & sitzen immer noch fest. Denn die Strassen in Richtung Akumal sind komplett weggewaschen... und wie´s aussieht ist auch Akumal selbst ziemlich weggewaschen. Wir hoffen ein bisschen, dass ab morgen wieder der ein oder andere Bus durchkommt & wir zurückkönnen, um uns die traurigen Reste selbst anzuschaun.
Wilma war gross genug, um sogar hier in Valladolid anzukommen & hat auch hier den ein oder anderen Baum entwurzelt und aus der Stadt ein mexikanisches Venedig gemacht... aber es geht uns ganz gut. Ich hab mir einen gelben Regenmantel gekauft, in dem ich aussehe wie eine riesige Banane & bin recht glücklich damit.

Sollten wir es morgen zurück nach Akumal schaffen, haben wir dort mit Sicherhet für mindestens eine Woche keinen Strom... also macht Euch keine Sorgen, wenn ich mich erstmal nicht melden kann.
Es wird alles ein bisschen unangenehm, aber die Gefahr ist jetzt auf jeden Fall vorüber.
Passt auf Euch auf, drückt uns die Daumen & ich melde mich, wenn ich es wieder kann.
Kuss,
Eure Maren

Donnerstag, Oktober 20, 2005

Wilma Teil 3

Gibt eigentlich noch gar nicht soviel neues zu berichten... ausser dass wir inzwischen zwar plitschnass aber heil in Valldoid angekommen sind.
Anscheinend haben inzwischen alle beschlossen, die Krisenregion zu verlassen, denn der Bus war schon morgens um 6 mit so vielen Menschen wie nur irgendmöglich vollgequetscht & wir mussten ein paar Stunden zusammengequetscht im Gang stehen. Zum Glück haben wir gestern schon hier im Hostel für 2 Nächte reserviert, denn heute ist in der ganzen Stadt kein einziges Zimmer mehr zu bekommen.

Gestern abend hatten wir in Akumal noch eine Fiesta - unser Groundkeeper hat eine Hirschkeule für alle, die noch da waren, gebraten - zur Feier des nächsten Hurricanes. Und irgendwann hat es dann auch angefangen zu regnen.
Da Akumal ja ziemlich nah bei Cancun ist, gilt für uns die folgende Nachricht: "Cancun and Cozumel could be pounded for 30 hours with a strong Category 4 or Category 5 hurricane, causing complete destruction of poorly built structures, a 10-to-15-foot surge and wave action up to 30 feet"... also bin ich mal gespannt, wie´s aussieht, wenn wir zurückkommen.
Hier in Valladolid sollte alles in Ordnung sein. Es regnet halt ein wenig... aber das sollt nicht das Problem sein.

Melde mich bald wieder.
Eure Maren

Mittwoch, Oktober 19, 2005

Wilma Teil 2

Wir haben gerade mal wieder für eine kurze Weile Strom, den ich schnell für diesen Blog nutzen muss, bevor er wieder verschwindet für die nächsten Tage.
Dies ist das nächste Hurricane-Update & ich weiß, dass sich grad viele Sorgen um mich machen. Müsst Ihr aber nicht.
Ok, ja... es wird schlimmer als wir gehofft hatten... der mittlerweile schlimmste Hurricane seit Beginn der Messungen kommt direkt auf uns zu. Selbst wenn er noch abdreht, so wie das seit Tagen vorausgesagt wird, bekommen wir hier sehr viel davon ab.
Und selbst die Hurricane-erprobtesten Menschen geben jetzt klein bei & verschwinden von hier.
Und ich werd das auch tun... und zwar morgen ganz früh.
Kurt, Freya und ich packen heut abend unsere sieben Sachen und fahren mit dem ersten Bus nach Valladolid. Das liegt zwar noch in Yucatan, aber im Landesinneren & vielleicht kriegen wir dort ein paar Böen ab, aber es wird bei weitem nicht so schlimm wie hier.
Wenn alles gut geht, werde ich ab Sonntag wieder hier sein, es mag aber noch eine Weile dauern, bis wir Strom bekommen. Also werde ich mich wieder melden sobald ich kann.
Vielleicht auch von Valladolid mal aus nem Internetcafé, wenn ich weiß, was hier so passiert.

Drückt mir mal die Daumen, dass unsere Hütten hier wenigstens einigermaßen stehen bleiben & dass nichts geplündert wird.
Ok, ich passe gut auf mich, versprochen.
Melde mich bald. Liebe Grüße,
Eure Maren

Dienstag, Oktober 18, 2005

Wilma

Wir hatten hier im CEA gerade ein Krisentreffen, weil es eine neue Hurricane-Warnung gibt.
Wilma könnte uns Mittwoch abend oder Donnerstag treffen... es kann aber auch sein, dass sie kurz vor unserer Küste abdreht, weil ihr eine Kaltfront im Weg ist.
Morgen früh, nach den nächsten Vorraussagen, haben wir das nächste Krisentreffen & entscheiden, ob wir evakuieren (und für eine Weile ins Landesinnere in ein Hotel fahren), oder ob wir unsere Unterkünfte verbarrikadieren & auf das beste hoffen, oder ob wir uns einfach nur seelisch auf jede Menge Regen und Stromausfälle einstellen müssen.

Ich werde Euch auf dem laufenden halten, sooft ich kann & wenn es was zu erzählen gibt.

Aber macht Euch keine Sorgen... die Leute hier um mich rum sind alle sehr Hurricane-erprobt & wissen schon, was zu tun ist.

Also, bis zur nächsten Unwetter-Entwarnung,
Maren

Samstag, Oktober 15, 2005

1, 2 ,3 - im Sauseschritt...

...eilt die Zeit, ich eile mit... :)
Mama denkt schon, mein Internet funktioniert wohl nicht, weil ich noch nix wieder von mir hab hören lassen. Aber es ist alles ok, wir sind immer noch nicht weggeschwemmt worden, Internet funktioniert auch, wir haben eine ostdeutsche Kanzlerin... und ich war diese Woche einfach ein bisschen zu faul fürs bloggen.

Musste mir auch überlegen, ob überhaupt was erzählenswertes passiert ist & was für eine neue Bilderserie ich auf Lager haben könnte.

Mmhh... erzählenswertes... meine scheißteuren Rieker-Flipflops sind schon nach ein paar Wochen hier zerschrotet, ich hab endlich meine eigenen Büroschlüssel und kann ohne Probleme am Wochenende zum telefonieren ins Büro & wir waren am Mittwoch alle zusammen in Cancun um Ivans 30. Geburtstag gebührend zu feiern, indem wir lecker Sushi essen waren, im Hardrock-Café einer Band zugehört haben, die ein gewagtes Mix aus Kiss & Bonjovi gespielt hat & danach in einer der geschmacklosesten Diskos aller Zeiten bis zum Umfallen getanzt haben... war sehr lustig.

Hab ein paar durchgeknallte Fotos von der Nacht... aber die werd ich nächstes Mal in Serie mit anderen genauso durchgeknallten Fotos hier rein packen. Für heute, hab ich grade beschlossen, gibts ein paar Impressionen von Orten, an denen ich mich hier mit Vorliebe aufhalte...

Also, gehen wir mal chronologisch vor & dann ist da morgens natürlich als erstes mein Zimmer, das ich ziemlich gerne mag seit ich dort allein drin wohne & in dem ich mich inzwischen häuslich eingerichtet habe (hab jetzt sogar ne Blume & ein improvisiertes Sofa & einen Schreibtisch)... und aus dem ich wahrscheinlich am Montag ausziehen muss, weil ich mit den anderen drei Volontären in einen Raum gesteckt werde :´(











(Achja, wie ihr sehen könnt, hab ich ja doch noch ne Mitbewohnerin... Frida war schon lange vor mir da und wird auch noch nach mir da sein. *g*)

Manchmal (wenn er zu faul ist, den weiten Weg nach Hause zu laufen) teil ich mir mein Zimmer übrigens auch mit Dzeban, das ist Ivans Hund... und da Ivan in zwei Wochen nach Thailand geht, versucht er mich die ganze Zeit zu überreden, Dzeban zu behalten & mit nach Deutschland zu nehmen. Und ich muss zugeben, ich würd ja gerne, denn Dzeban und ich mögen uns ganz schön doll... aber viel Sinn macht es nicht.










Normalerweise zieht's mich dann irgendwann morgens in die Turtle Bay Bakery, so wie fast alle anderen hier auch... ist wirklich einer der nettesten Plätze überhaupt, mit Volontär-Rabatt, riesengroßen Refill-Eiskaffees, phänomenalen Brownies, netter Musik... also perfekt zum stundenlangen Rumhängen und Backgammonspielen.




















Was bei dieser Aufzählung natürlich auch nicht fehlen darf, ist das Meer... das ich immer noch liebe. Obwohl ich inzwischen tatsächlich ein paar gruselige Storys über Riesenbaracudas, Horrorfilm-Monsterfische und kämpfende Schildkröten auf Lager habe. Und dazu zählt auch eine Begegnung mit einem Sharksucker (oder Putzerfisch), der mich mit einem Hai oder einer Schildkröte verwechselt hat & unermüdlich versucht hat, sich an mir festzusaugen... das Ding verfolgt mich immer noch in meinen Alpträumen.
Egal, Furcht beiseite... so sieht's aus, wenn ich meine Runden in Tritons Reich drehe:













Und danach gehe ich meist für ne Weile ins Büro... aber das ist nicht der Rede wert & langweilig, also lasse ich das hier mal aus.

Wenn sich dann der Tag seinem Ende zuneigt, trifft sich alles, was Volontär ist, entweder zum Film kucken in einem unserer Räume:














Oder wir gehen zur Happy Hour ins "Buena Vida", trinken supersüße Pina Coladas, essen Nachos mit Guacamole & genießen die Aussicht über Half Moon Bay (wo man an ruhigen Tagen beobachten kann, wie die Schildkröten zum Atmen auftauchen...):

















Oder wir gehen in die "Cueva del Pescador", wo man auf lustigen Schaukeln sitzen kann & als Frau ganz billig Caipirinhas & Margaritas bekommt, weil die Kellner alle versuchen, einen abzufüllen & zu verführen (was ohne Ausnahme immer scheitert, sodass sich jedesmal der Alkoholanteil im Cocktail noch ein bisschen erhöht.)


















Ab und zu ergibt sich auch mal die Gelegenheit, dass wir ins 'Akumal Pueblo' gehen... das ist das Dorf nebenan. So wie zum Beispiel letztes Wochenende zum Geburtstag von Maurizio und Kate. Bei der Gelegenheit hatte ich meine erste Begegnung mit einer Pinata:



















Auch wenn's nicht so aussieht... das war ziemlich gut zum Aggressionen ablassen. Und es hat viel Spaß gemacht & jede Menge lecker Bonbons geregnet. :)

Ich hör jetzt mal lieber auf mit den Fotos von mir selber... das war erstmal genug Maren für diese Woche.
Melde mich bald wieder & wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.

Sonntag, Oktober 09, 2005

Keine Sorge...

... alles ist gut.
Dies ist nur ein ganz kurzer Eintrag (denn es ist Sonntag und ich hab eigentlich im Buero gar nix zu suchen... und ausserdem ist dies der Volotaercomputer ohne ae, ue, oe und sz... irgendwie nervig), um all die besorgten Seelen zuhause zu beruhigen.
Denn es haeufen sich Anfragen von diversen Freunden, Familienmitgliedern sowie Mathelehrerleihonkeln nach dem Gesundheits- sowie allgemeinen Zustand meiner Person inmitten des Ex-Hurrican-bisschen-mehr-als-Sturm-aber-vor-allem-jede-Menge-Wasser "Stan".

Dazu kann ich nur sagen: ¿ciclón tropico? No me he vistonada de eso.

Macht euch keine Sorgen. Wir hatten sogar seit Donnerstag sehr schoenes Wetter & sind nicht davongeschwemmt worden. (Hab mir heut morgen sogar mal wieder einen Sonnenbrand geholt.)

Es ist zwar ein neuer Hurricane-Auslaeufer fuer heute Nacht angekuendigt worden, aber ich nehme mal an, das wird auch einfach wieder nur jede Menge Regen bedeuten.
Und das ist zwar ab einem gewissen Ausmass eklig, aber nicht schlimm.

Ich werd Euch auf dem laufenden halten. Schoenen Start in die neue Woche wuensch ich Euch.
Maren

Mittwoch, Oktober 05, 2005

Regen & Meer....

Hallo Ihr Lieben...

ich bin diese Woche ein bisschen deprimiert, weil wir seit Tagen und Tagen einen "Tropical Storm" haben... was irgendeine Kategorie unter Hurricane ist, aber im Endeffekt einfach nur bedeutet, dass es regnet und regnet und regnet und regnet... nein, eigentlich pladdert es, und zwar ununterbrochen. Überall stehen Seen und Bäche auf dem Boden & alles ist klamm, feucht oder einfach richtig nass. Eigentlich müsste man ja denken, dass das die Welt hier ein bisschen abkühlt... aber tatsächlich sorgt es nur für höhere Luftfeuchtigkeit.
Außerdem hatten wir am Wochenende ein paar Verabschiedungen, was auch immer ne traurige Sache ist. Jo Anne (die 53jährige Amerikanerin) ist nicht mehr da, was heißt, dass ich im Moment tatsächlich ein Zimmer für mich allein habe (sie hat mich (und alle anderen) immer dafür verurteilt, dass wir nicht spanisch mit ihr gesprochen haben, weil das der einzige Grund war, weswegen sie hierher gekommen ist... und ich weigere mich einfach, mich schlecht zu fühlen, weil ich hier nicht in meiner 4. sondern in meiner 2. Fremdsprache kommuniziere) und außerdem ist sie ein extrem lauter Mensch (wie irgendwie alle Amerikaner) und hat die Angewohnheit um 5 Uhr morgens aufzustehen und mit den Türen zu knallen)... also nicht allzuviel Traurigkeit, was das angeht *g*
Ziemlich viel Traurigkeit allerdings, weil Vanessa weg ist. Seit ich mit Ihr zusammen in Coba und Tulum war, haben wir uns wirklich ziemlich gut verstanden & literweise Eiskaffee zusammengetrunken & geschnackt. Sie geht mir ihrer Freundin Elena zusammen für 7 Monate nach Oaxaca und macht dort Freiwilligendienst in einem Waisenheim. Ich hoffe, ich kann sie dort besuchen. Vielleicht im Dezember.
Und Freya ist für ne Weile in Richtung Chiapas gereist... sie kommt aber zum Glück in einer Woche nochmal wieder.
Alles zusammengenommen, sieht es volontärmäßig also folgerndermaßen aus:



Es fehlt eigentlich noch Katie (26, Autralien) die schon seit ca. 2 Wochen nicht mehr da ist. Und JoAnne, die ich ja oben schon erwähnt habe.

Na, mal sehen, wie das so wird, wenn außer Kurt und mir alle weg sind. Dann hab ich wenigstens viel Zeit zum spanisch lernen, Romane, Postkarten und vielleicht auch Bewerbungen schreiben, arbeiten... und was man sonst noch so mit seiner Zeit anfangen kann, wenn man grad nicht im Meer oder am Strand ist.
Und "Meer" ist eine wunderbare Überleitung zu meiner nächsten Bilderserie, denn ich hab ja Unterwassergesellen versprochen, auch wenn ich mir damit mal wieder ein bisschen Zeit gelassen habe.
Ok, stellt euch vor, wir sind am Strand:



















Ja, sehr gut. Und jetzt, folgt mir mal einfach mit ins Wasser, in die Taucherbrille spucken, auswaschen, aufsetzen, Schnorchel justieren, durchatmen und untertauchen...
und da ist sie schon, Tritons Welt! Ein paar kleine unbedeutene Fischlein schwimmen auch hier schon rum... wenn man Glück hat vielleicht ein kleiner Rochen. Aber wir schwimmen geradewegs hinaus Richtung offenes Meer, bis nach ca. 30-40m das Seegras am Boden auftaucht.
Und was findet man im Seegras?









Genau, die wunderbaren Meeresschildkröten... manchmal drei vier auf einmal. Wenn man eine Weile in ihrer Nähe bleibt, dann gewöhnen sie sich an einen & man kann mit ihnen zusammen schwimmen & zusehen wie sie immer mal wieder an der Oberfläche nach Luft schnappen.

Und dabei fällt mir, dass ich Euch schon die ganze Zeit die Fotos von den kleinen Babyschildkröten zeigen will. Also, nur als kleiner Exkurs: Das hier sind die Hatchlings (bedeutet sowas wie Schlüpflinge. Find ich ganz süß, das Wort...), denen wir nachts bei ihrem Weg aus dem Ei ins Meer helfen:


















Ok, aber zurück ins Wasser. Von den Green Turtles im Seegras wenden wir uns wieder Richtung Osten und schwimmen weiter zum Riff (Great Mesoamerican Reef, das größte nach dem Great Barrier Reef), auf dem Weg dorthin, gerät man immer mal wieder in einen Schwarm von tausenden von glitzernden silbernen Fischen (deren Namen ich grad vergessen habe)... wirklich vielleicht sogar hunderttausende... egal wo man hinschaut, überall nur Fische & alle bewegen sich schrecklich schnell und synchron... das ist manchmal fast ein bisschen gruselig. Man versucht dann da irgendwie durchzukommen und trifft auf einmal auf diesen Kerl, der sich fast immer in dieser Gesellschaft bewegt:






den gefürchteten Baracuda... von dem ich in letzter Zeit ständig irgendwelche Geschichten über abgebissene Finger und sowas höre... mir hat er noch nie was getan. Solange ich ihn in Ruhe lasse, macht er dasselbe mit mir.


Wenn man Glück hat, begegnet einem auf dem Weg dann noch ein Spotted Eagle Sting Ray, hier mit ein paar kleinen Freunden:

















Oder auch ein ganzer Schwarm von Sergeant Mayorn... benannt nach der Anzahl ihrer Streifen auf dem Rücken:
















Schließlich am Riff angekommen trifft man eigentlich fast immer auf diesen Gesellen hier:











das ist ein Papageienfisch... und die sind wirklich immer sehr schön bunt.

Und die allseits beliebten Seeigel sind hier auch überall... also bloß nicht drauftreten.















Erinnert ihr Euch an Dory, den Fisch aus "Findet Nemo" mit dem fehlenden Kurzzeitgedächtnis? Ihre ganzen Verwandten schwimmen hier immer rum:












Ich könnte Euch noch hunderte andere zeigen, aber für heute ist erst mal gut.

Und, nur zur Beruhigung, die einzigen Haie, die mir hier bisher begegnet, waren diese hier: